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Das Wort des Pfarrers
 
 
 
     
 
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Liebe Schwestern und Brüder,
Dass der Monat Mai mit seinen Andachtsformen der Gottesmutter Maria gewidmet ist, ist kirchen-geschichtlich noch nicht sehr alt. Vor allem in der Barockzeit haben sich diese Bräuche entwickelt. Mancherorts ist es auch schon wieder aus dem Bewusstsein verschwunden. Ich selbst bin als Kind und Jugendlicher kaum mehr mit Maiandachten in Berührung gekommen. Unabhängig davon, wie konkrete Gebets- und Andachtsformen gestaltet werden können, finde ich es sehr interessant, die Sicht Marias auf die österlichen und pfingstliche Ereignisse zu betrach-ten. Die biblischen Erzählungen verraten keine Einzelheiten, wie es Maria ging nach dem Tod und der Auferstehung ihres Sohnes. Wir wissen nur, dass sie weiterhin im Kreis der Jünger und Jünge-rinnen war und auch in der Gebetsversammlung am Pfingstfest. Wie ging es ihr mit dem neuen Mutter-Sohn-Verhältnis mit Johannes, das Jesus noch vom Kreuz herab arrangiert hat? Wie ging es ihr mit dem Wankelmut der Jünger zwischen Furcht und Freude, Unglauben und Glauben? Wenn die Evangelien sie an anderen Stellen beschreiben als eine, die alles im Herzen erwog und darüber nachdachte und betete, dann lässt sich daraus schließen, dass sie alles andere als oberflächlich oder abgehoben war. Ihr Beispiel und ihre Gebete mögen uns helfen, dass wir aus jeder Oberfläch-lichkeit oder gar Gleichgültigkeit herausfinden und zu den Weiten christlicher Erfahrungen gelangen. Die Gemeinschaftserfahrung, die im Moment mit Schwierigkeiten behaftet ist, war dabei schon am Anfang der Kirche wesentlich. Möge Pfingsten auch dafür, was uns hier möglich ist, mit göttlicher Inspiration erfüllen.
Mit reichen Segensgrüßen,
Ihr Michael Wiesböck, Pfr.

 
 
 
 
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