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Das Wort des Pfarrers
 
 
 
     
 
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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn,
Halbzeit! Wie schaut es aus bei Ihnen. Sind Sie ihren Vorsätzen treu geblieben oder haben Sie sie schon aufgeben, weil Sie merkten, dass nicht sie die Vorsätze schaffen, sondern, dass die Vorsätze Sie schaffen. Also bleibt als Lehre für Sie: das nächste mal besser überlegen, ob Sie denn den Vorsätzen gewachsen sind. Lieber weniger und durchhalten, als zu viel des Guten und scheitern. Denn das gehört auch zur Fastenzeit: die Freude. Jesus sagt uns, macht kein finsteres Gesicht, so dass alle denken was für ein großes Opfer Sie bringen. Nein, es sollte niemand merken, dass Sie fasten, denn Sie tun es allein für sich. Fasten geht nur sie und Gott etwas an, denn sie wollen ja ihre Beziehung zu IHM verbessern, vertiefen. Wenn Ihnen das einmal gelingt, kommen Sie auf den „Geschmack“, und sie werden merken, dass Ihr Kinderglaube nicht für ihr ganzes Leben reicht. Der Glaube muss mitwachsen, er muss reifen erst dann kann er Frucht bringen, und dann bringt er auch mir etwas für mein Leben. Ohne tiefen Glauben wird der Mensch immer aggressiver. Er hat nur noch sich selbst als Vorbild und verzweifelt an seiner Unvollkommenheit. Er verliert die Achtung vor dem Nächsten. Dieser wird zum Opfer, wo man seinen Zorn ausleben kann und damit meint, der Menschheit einen Gefallen zu tun. Dieser Zorn kennt keine Grenzen mehr. Er ist auf totale Vernichtung ausgelegt. „Was können wir dagegen tun?“, fragen viele verängstigt. Sie finden keine Antwort und ziehen sich ins Private zurück. Noch schlimmer, sie verlieren das Vertrauen zum Nächsten und auch das Vertrauen auf Gott. Jesus sagt uns aber: Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Ich baue euer Vertrauen wieder auf. Ich schenke euch neues Leben, und zwar ein Leben in Fülle. Dazu braucht es aber die tiefe Verbindung zu IHM im Gebet. Und es bedarf der Einsicht, dass es Lebensnotwendig ist. Der Gebetskreis ist erfreulicher Weise seit meinem letzten Aufruf angewachsen und er hat sich auch „raummäßig“ erweitert. Es kommen auch aus den anderen Gemeinden Gläubige dazu. In dieser größeren Zahl macht das Beten noch mehr Freude. Wir beten ja nicht nur vor uns hin, sondern auch immer für bestimmte Anlässe. Damit Vertrauen wir unsere Ängste und Sorgen dem Allmächtigen an, und haben damit unser „Pflicht“ als Christen erfüllt. Dies wiederum nimmt mir die Angst und lässt wieder Freude in mir aufkommen. Diese Freude öffnet mich wieder für meinen Nächsten und vor allem für Gott. Nur so kann eine „bessere“ Welt entstehen. Sie muss bei mir und meiner Beziehung zum Nächsten anfangen und kann dann Kreise ziehen in meine Umgebung und letztlich eindringen in die Welt. Und Gottes Geist unterstützt mich dabei. Wo es um Hunger oder Not in der Welt geht, reicht das Gebet natürlich nicht aus, da muss auch noch das Almosen zukommen. Sie sehen, Glaube ist auch mit Denken verbunden, besser noch mit Nachdenken, was kein Grübeln ist.

Es grüßt und segnet Sie Ihr Pfarrer
Jürgn Misgaiski



 
 
 
 
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