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Mit „St. Joseph“ an die polnische Ostseeküste
Dieses Mal möchte ich den Schluss des Reiseberichtes an den Anfang stellen. Da die Organisation der Reise allein in privater Hand lag, gilt unser aller Dank Dorota und Marius Pawlaczek. Mit Ihrem Engagement als Initiatoren, Kenner der polnischen Mentalität, als Dolmetscher und teilweise sogar als Stadtführer wurden uns unverkennbar die Wurzeln ihres Geburtslandes, ihrer Geburtsstadt sichtbar gemacht. Der gelbe polnische Reisebus nahm uns als Reisegruppe am Kirchengrundstück auf. Mit einem Gebet, gesprochen von Pfarrer Misgaiski, und dem Segen für eine unfallfreie Fahrt und ein Gelingen dieser Reise „legte“ der Bus los. Noch bevor alle so richtig zur Ruhe kamen, war schon der Frühstücksstopp in Ryman (im früheren Palast der Familie Manteuffel) erreicht. Bei strahlendem Sonnenschein waren sofort alle Terrassenplätze belegt und jeder konnte sich nach Wahl mit Kaffee, Kuchen und belegten Brötchen stärken. Danzig erreichten wir am frühen Abend. Wir bezogen unsere Zimmer im Hotel „Number One“. Für die, die noch nicht müde waren, hatten unsere Organisatoren noch eine kleine Stadtführung vorbereitet. Die Danziger Prachtstraße ist der Königsweg, der vom Hohen Tor durch die Langgasse und über den langen Markt führt. In den angestrahlten Bauwerken konnte man unzählige Patrizierhäuser und wichtige Baudenkmäler erkennen. Nicht zu übersehen war der Neptunbrunnen vor dem Artushof, der aus dem 17. Jahrhundert stammt. Mit der Besichtigung der Marienburg begann unser zweiter Tag. Hier schauten wir uns die größte mittelalterliche Festung, die Kreuzritterordensburg an. Man kann heute einen vorbildlichen Wiederaufbau besichtigen. 1997 hat die Unesco die Marienburg zur Weltkulturerbestätte erklärt. Den Tag beendeten wir in der in der Prachtstraße liegenden „Neptun Bar“ mit einer deftigen Geburtstagsfeier. Unsere beiden Organisatoren hatten uns im Rahmen der Reisevorbereitung einen polnischen Abend versprochen. Und der hatte es in sich. Ich möchte es dabei belassen! Wer schon einmal auf einer polnischen Hochzeit war, der weiß, wie wir verwöhnt wurden. Einfach „berauschend“! Ein Stadtteil von Danzig ist Oliva. Oliva ist heute für sein gotisches Zisterzienserkloster und die prächtige Kathedrale mit ihrer barocken Innenausstattung bekannt. Musikfreude schätzen den Klang der zwischen 1763 und 1788 erbauten Orgel. Uns war es vergönnt, an der stündlich stattfindenden Orgeldemonstration teilnehmen zu dürfen. Mit der organisierten Stadtführung kamen wir auf die Prachtstraße Danzigs zurück. Die Langgasse ist das Schmuckstück der Stadt. Die Häuser kommen herrschaftlich und prächtig daher. Sie wurden nach der kompletten Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut. Die Langgasse hält zudem viele weitere Sehenswürdigkeiten bereit: Das Uphagenhaus, das Rechtstädtische Rathaus, der schon erwähnte Neptunbrunnen, der Artushof und zahlreiche Geschäfte, Restaurants und Cafés. So war ein weiteres Highlight die Besichtigung des Artushofes. Er stammt aus dem 15. Jahrhundert und wurde einst als Verbandshaus der Danziger Kaufleute genutzt. Nicht unerwähnt möchte ich die Besichtigung der Kathedralbasilika „Himmelfahrt der allerheiligsten Jungfrau Maria“ lassen. Sie ist die Hauptpfarrkirche der Stadt und eine der größten Hallenkirchen weltweit sowie eine der größten Backsteinkirchen nördlich der Alpen. Von 1343 bis 1502 wurde sie im gotischen Stil erbaut. Wer jedoch nach dem Wahrzeichen Danzigs fragt, wird zum Krantor an der Mottlau geführt. Zur polnischen Geschichte gehört auch die Solidarnosc-Bewegung. Das Europäische Solidarnosc- Zentrum (ECS) besteht aus mehreren neu gestalteten und historischen Elementen. Einbezogen werden geschichtsträchtige Orte, wie der plac Solidarnosci mit dem Denkmal für die gefallenen Werftarbeiter und dem berühmten Werfttor sowie das ehemalige Arbeitsschutzgebäude der Werft. Mit dem Besuch der Brigittenkirche (bemerkenswert ist der mit Bernstein gestaltete Altarraum) in der Altstadt von Danzig wurden wir auf die Zeitgeschichte, die hier geschrieben wurde, hingewiesen. In diesen Räumen keimten Gedanken und Taten der Gewerkschaft Solidarnosc und ihres Führers Lech Wa³êsa. Bei strahlendem Sonnenschein erlebten wir dann eine wunderschöne Schifffahrt (vorbei an der ehemaligen Lenin-Werft mit ihren denkmalgeschützten Kränen) zur Westerplatte. Die Westerplatte bei Danzig ist eine größtenteils bewaldete, sandige, langgestreckte Halbinsel. Zum nördlichsten Teil der Dreistadt Danzig und Sopot gehört auch Gdingen. Der Grund für den Ausbau von Gdingen zu einer Hafenstadt lag darin, dass Polen zwar einen Zugang zur Ostsee, den sogenannten polnischen Korridor, aber keinen eigenen Hafen besaß. Hier besichtigten wir die am Kai liegende „Dar Pomorze“. Sie ist ein Dreimaster, der 1909 in Hamburg gebaut wurde. Seit 1983 liegt sie an der Südmole und beherbergt ein Museum. Den zweiten Teil der Reise verbrachten wir dann in Kolberg. Die Stadt ist der größte und bekannteste Bade- und Kurort an der polnischen Ostsee. Hier muss ich unbedingt erwähnen, dass alle Mitreisenden (die älteste Teilnehmerin war 90 Jahre alt) die nicht leichte Stadtführung zu Fuß mitgemacht haben. Wir legten dabei 9,7 km zurück. Neben vielen Sehenswürdigkeiten war die Besichtigung des Kolberger Doms (Kathedralbasilika „Maria Himmelfahrt“) ein weiterer Höhepunkt dieser Reise. Der Dom ist eine fünfschiffige gotische Backsteinhallenkirche. In der Kirche können seit ihrem Wiederaufbau nach Kriegszerstörung bis zu 8.000 Kirchenbesucher an einem Gottesdienst teilnehmen. Zum Abschluss unserer Reise feierten wir in der „St. Martin“ Kirche einen Dankgottesdienst a capella. Eine schöne moderne Kirche mit origineller Beleuchtung, Für mich persönlich neu war der im Kirchenschiff integrierte, für sich jedoch abgeschlossene „Kinderspielplatz“. Vor der Messfeier wurden wir vom Ortspfarrer in unserer Sprache begrüßt und herzlich willkommen geheißen. In der Hoffnung, im kommenden Jahr wieder im Kreis der Mitreisenden sein zu dürfen, verbleiben
Eure Gaby und Karl-Heinz Röder.

 
 
 
 
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