Home     Gottesdienste     Termine     Gemeindeleben     Pfarrnachrichten     Glaubensthemen     Verschiedenes     Pastoraler Raum     KiTa     Kontakt  
 
 
 
 
Das Wort des Pfarrers
 
 
 
     
 
Sie sind hier: Pfarrnachrichten > Das Wort des Pfarrers
 
 
 
Liebe Schwestern und Brüder im Herrn,
„Das ist der Tag, den der Herr gemacht hat, wir wollen jubeln und seiner uns freuen. Halleluja.“ Das ist der Kehrvers in der Osteroktav. Die Liturgie sagt uns: Wir sollen diese acht Tage wie einen einzigen Tag feiern. Scheint nicht mehr in unsere Zeit zu passen, wo alles schnell, schnell gehen muss, man könnte ja etwas versäumen. Aber dieses unglaubliche Geschehen an Ostern, ich meine damit Gründonnerstag bis Osternacht, kann ich nicht mit einmal erfassen. Der Glaube an die Auferstehung braucht seine Zeit. Auch die Auferstehungszeugen haben nicht sofort das Geschehen begreifen können. Erst als er sich ihnen zeigte, sie ihn berühren konnten, mit ihm redeten, ging ihnen „ein Licht auf“, und sie erkannten ihn. Auf uns bezogen könnte dies heißen: Nicht nur das Sonn- und Feiertags-Programm zu „erfüllen“, sondern auch mal ein paar „Sonderschichten“ einzulegen. Das Feiern in der Gemeinschaft, das Hören Seiner Worte, der Empfang Seines Leibes können mir helfen, dass Ostern für mich nicht ein einmaliges Geschehen ist, sondern ein immerwährender Zustand. Dann kann ich mich dem oben genannten Jubel und der Freude aus ganzen Herzen anschließen. Dann geht auch mir ein Licht auf, das meinen Lebensweg erleuchtet und damit mein Leben hell macht. Ein weiteres Hindernis ist sicher auch die Tatsache, dass Ostern nicht nur mit der Auferstehung zu tun hat, sondern auch mit dem Tod. Ohne ihn gäbe es keine Auferstehung. Und hier ist die Schwierigkeit: Wir haben den Tod heute verdrängt, wir wollen mit ihm nichts zu tun haben. Wir wollen das Leben hier auf Erden genießen. Deswegen wird kräftig geforscht, wie wir das Leben verlängern können. Mindestens 120 Jahre sind angedacht und das natürlich bei bester Gesundheit. Das ist der Traum von vielen heute. Über die Konsequenzen denken sie nicht nach, Hauptsache ihnen geht es sehr gut. Damit wird aber auch die Hoffnung auf ewiges Leben bei Gott verdunkelt. Hier weiß ich, was mich erwartet. Dort kann ich es mir nur schwer vorstellen. Denn das Weiterleben, ja das ewige Leben, gibt es nicht ohne Tod. Sie sehen, es ist kein leichtes Thema. Nehmen Sie sich mal etwas Zeit und denken selber darüber nach. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die dazu beigetragen haben, dass wir unser Ostern festlich feiern konnten. Dank dem Südchor, dem Orchester, unserer Schola, unserem Organisten für die musikalische Gestaltung der Ostertage. Dank an die Familie Linke und Familie Dullat für die Ausgestaltung der Agapefeiern. Dank an die Ministranten. Dank an Sie alle, die sie so glaubwürdig mitgefeiert haben. Dank an alle nicht genannten Helferinnen und Helfer. Und noch eine „erfreuliche“ Nachricht: Ab Juni ist das Pfarrzentrum geschlossen. Wir beginnen mit der Renovierung. Alle Gruppen sollten sich darauf einstellen. Frohe und gesegnete Ostern
Es grüßt und segnet Sie Ihr Pfarrer


Jürgen Misgaiski

 
 
 
 
Home   Impressum   Kontakt