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Das Wort des Pfarrers
 
 
 
     
 
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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn,
Es ist Weihnachten! Viele kennen zwar den Namen des Festes, aber der Inhalt, was wir feiern, ist ihnen verloren gegangen. Wie viel freie Tage habe ich; kann ich noch bis zum letzten Augenblick einkaufen; habe ich alle Geschenke; und einige denken sicher, wann ist das endlich vorbei, diese Gefühlsduselei. Für uns als Christen ist Weihnachten das Fest der Liebe Gottes zu uns Menschen. Die Menschen hatten sich von Gott abgewandt. Sie meinten, alles alleine zu schaffen, was natürlich voll daneben ging. Gott hat immer wieder versucht, sie auf die richtige Spur zu bringen, aber die Menschen waren stur und beharrten auf ihren Willen. So musste Gott selber tätig werden. Und aus Liebe wurde er Mensch, um uns zu erlösen von dem Übel der Selbstgerechtigkeit und des Hasses. Gott wollte uns nicht von oben herab erlösen, sondern aus uns, aus dem Menschen heraus. So wurde er Mensch; aus dem Mutterschoß geboren, heranwachsend wie jeder Mensch. In diesem Menschen vereinigte sich die göttliche und menschliche Natur. Dieser Mensch war der Sohn Gottes und er bekam den Namen Jesus. Dieser Jesus lebte uns vor und zeigte uns, dass es möglich ist, ein gottgefälliges Leben zu führen und dafür gab er uns nur zwei Gebote: Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben mit ganzem Herzen; und deinen Nächsten wie dich selbst. Alles andere wird ihm dazugegeben. Aber leider fehlt bei vielen diese Einsicht. Für was brauchen wir Gott, dass können wir selber doch viel besser machen und erstaunlicher Weise scheint das auch zu stimmen. Wir haben viele Krankheiten in den Griff bekommen; werden immer älter; haben uns so vernetzt, dass jeder mit jedem in Dauerkontakt ist. Übersehen dabei aber, dass wir uns immer mehr entfremden; wir sehen nicht mehr den Mitmenschen, sondern nur noch den Teilnehmer in der Leitung. Und so entfernen wir uns nicht nur von Gott, sondern auch von unserem Mitmenschen und werden zu „Einzelkämpfern“, die jedoch nicht überlebensfähig sind. Der Mensch ist von Gott aus ein Gemeinschaftswesen. Dies sind ein paar Gedanken zu Weihnachten. Darüber nachzudenken und sich dies wieder bewusst zu machen, dazu waren wir in der Adventszeit eingeladen. Falls uns das in diesem Jahr nicht gelungen ist, weil die Gedanken mehr um den Gänsebraten und das Plätzchenbacken kreisten, gibt Gott uns im nächsten Jahr eine neue Chance, und da haben wir sogar eine Woche mehr. So wünsche ich uns, dass sich unser Herz in einem der Weihnachtsgottesdienste öffnet und Jesus auch in uns geboren wird. Frohe und gesegnete Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr wünscht Ihnen Ihr Pfarrer

Es grüßt und segnet Sie Ihr Pfarrer


Jürgen Misgaiski

 
 
 
 
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