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Unser neues Projekt vom Arbeitskreis für Entwicklungshilfe und Mission in Timor-Leste
Nach 450 Jahren portugiesischer Kolonialzeit und 24 Jahren Besatzung durch Indonesien erlangte Timor-Leste im Jahr 2002 endlich die Unabhängigkeit. In vielen Massakern während der Invasion und nachfolgenden Widerstandskämpfen verlor etwa ein Drittel der timoresischen Bevölkerung das Leben. Das Kapitel der Gewalt ist in der heutigen Gesellschaft und in den Familien keineswegs abgeschlossen. Daran hat auch das Gesetz gegen häusliche Gewalt, das 2010 verabschiedet wurde und Gewaltanwendung erstmals unter Strafe stellt, bislang nur wenig geändert. Zu einem friedlichen Gemeinwesen in Timor-Leste gehören der gesellschaftliche Bewusstseinswandel hin zur Gewaltlosigkeit und die Verbesserung des Status der Frau. In den ländlichen Gebieten herrschen immer noch traditionelle Gewohnheitsrechte, die den Frauen Zugang auf Bildung, eigenes Einkommen und Recht auf Landbesitz verweigern. 38% der Frauen leiden seit ihrem 15. Lebensjahr unter physischer Gewalt, meist durch ihre Ehemänner und Partner. Nur 5% der Frauen wagen es, die Misshandlungen anzuzeigen. Familiärer Druck, Mangel an Aufklärung und fehlender Schutz sind verantwortlich, dass sie kaum Unterstützung bei der Polizei oder sozialen Organisationen suchen. Die meisten Frauen und Mädchen fühlen sich außerstande, ihre gewalttätigen Partner anzuzeigen oder gar zu verlassen, weil sie nicht wissen, wie sie sich und ihre Kinder allein über die Runden bringen sollen. Aus all diesen Gründen hat sich die MISEREOR Partnerorganisation entschlossen, Opfer von häuslicher Gewalt sowie gefährdete Frauen und Mädchen bei der Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Situation zu unterstützen. Denn, so ist die Leiterin von EmprezaDi`ak überzeugt: „Die wirtschaftliche Selbstständigkeit von Opfern geschlechtsspezifischer Gewalt ist der Schlüssel für den Aufbau einer besseren Zukunft.“ EmprezaDi`ak mit Sitz in Dili und einem Standort auf der Insel Atauro fördert mit einem innovativen Ansatz handwerkliche Ausbildung und Business- Training für Opfer von geschlechtsbezogener Gewalt. Eines dieser Projekte wird mit Kleinstgewerbeförderung auf der Insel Atauro unterstützt. Das SentruAtauro- Di`ak bietet jungen Frauen Gelegenheit, unternehmerische Fähigkeiten zu entwickeln. Es fördert unter anderem traditionelles Kunsthandwerk, das in Vergessenheit zu geraten drohte. Außerdem werden Vermarktungskonzepte entwickelt und Geschäftskontakte geknüpft, um die Produkte zu vermarkten. Das Projekt wird von MISEREOR mit 49.000,00 EURO unterstützt. Der Arbeitskreis St. Dominicus für Entwicklungshilfe und Mission e.V. beteiligt sich mit einer Summe von 25.000,00 EURO. Am 16.6.2018 gestaltet der Arbeitskreis zu diesem Thema die Vorabendmesse um 18:00 Uhr in St. Dominicus. Die Kollekte an diesem Wochenende ist für das Projekt bestimmt. Wir danken allen Mitgliedern und Spendern aus allen drei Gemeinden, die dazu beitragen, diese Summe zu erreichen und damit den Frauen und Mädchen in Timor-Leste eine neue Perspektive geben.

 
 
 
 
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