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Christsein im Angesicht des Anderen!
Die/der Nächste ist meine Schwester/mein Bruder – wir möchten hier in Neukölln und ganz besonders im Süden ein friedliches Miteinander ohne Diskriminierung, Gewalt und Ausgrenzung. Aus diesem Grunde engagieren wir uns auf Bezirks-(Dekanats-) Ebene schon seit einiger Zeit im „Bündnis Neukölln – Miteinander für Demokratie, Respekt und Vielfalt“ und auf gemeindlicher Ebene von Bruder Klaus in der Initiative „Hufeisen gegen rechts“. Leider mussten wir wahrnehmen, dass es aber immer wieder zu Übergriffen und Straftaten mit rechtsextremistischem Hintergrund gekommen ist. Die brutal herausgerissenen und verschwundenen „Stolpersteine“ und dann, ganz besonders in Rudow allein neun Brandanschläge auf Autos in den vergangenen beiden Jahren. Wir schauen hin und sind empört über diese Welle von Gewalt. Wir schauen hin und schauen nicht weg. Wir engagieren uns: Denn diese Anschläge zielen auf und bedrohen Personen aus der Mitte unserer Gesellschaft: eine engagierte Christin und Lehrerin, einen mehrfach ausgezeichneten Buchhändler, eine Schriftstellerin, einen bei der SPD sowie einen bei der Linken engagierten Mitbürger sowie eine bei der Jugendorganisation Die Falken engagierte Rudowerin. Hinzu kommen Nazischmierereien, zerstochene Autoreifen, gesplitterte Schaufenster, zerstörte Transparente. Im Fokus auch die Evangelische Kirchengemeinde Rudow mit ihrer Pfarrerin. Die Zahl der den Rechtsextremen zugeordneten Straftaten liegen allein für das südliche Neukölln für die letzten beiden Jahre im dreistelligen Bereich. Autos brannten auch in Buckow und Britz. Gewalt kann und darf kein Mittel der Auseinandersetzung sein, egal ob sie körperlicher, seelischer oder sexualisierter Art ist. Wir sagen den Tätern: Wir sind empört, aber wir fürchten uns vor Euch nicht und setzen uns weiterhin für eine freie, tolerante und vielfältige demokratische Gesellschaft ein. Wir schauen hin und schauen nicht weg. Aus diesem Grunde haben wir uns als „Katholische Kirche im Süden Neuköllns“ dieser Initiative angeschlossen und arbeiten dort mit. In enger Abstimmung mit St. Joseph unterstützen wir Aktivitäten in Rudow, wirken bei Veranstaltungen mit und zeigen Gesicht. Der Auftakt dieser Initiative war die Kartenaktion an den Innensenator Andreas Geisel mit der Aufforderung, nun endlich diese Anschlagserie mit allen verfügbaren Mitteln umgehend aufzuklären. Wir sind froh und dankbar, dass gerade auch aus unseren drei Pfarreien viele Karten verschickt worden sind, insgesamt sind über 4.000 Karten verteilt worden. Davon waren alle in der Initiative überrascht, zweimal musste deshalb schon nachgedruckt werden. Haben Sie auch schon eine verschickt? Ihrer Empörung Ausdruck zu verleihen kostet nur 45 cent Porto – Karten finden Sie in den Vorräumen unserer Kirchen. Bitte unterstützen Sie auch weiterhin die vielfältigen Aktivitäten. Besuchen Sie Veranstaltungen. Schauen Sie hin!
Wolfgang Klose (Leitungsteam – Pastoraler Raum Neukölln-Süd)

 
 
 
 
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